Kommunen: Kontrolle über Ihre Daten zurückgewinnen | InfoSwitch - Migration vers Infomaniak

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Kommunen: Kontrolle über Ihre Daten zurückgewinnen

Das InfoSwitch-Team 27 janvier 2026 13 Min. gelesen

Kommunen stehen beim Thema digitale Souveränität an vorderster Front. Als Hüter sensibler Daten ihrer Bürger tragen sie bei der Wahl ihrer IT-Tools eine besondere Verantwortung. Dennoch verwenden viele Gemeinden und Verbandsgemeinden noch immer Microsoft 365 oder Google Workspace, wodurch Bürgerdaten möglicherweise fremden Gerichtsbarkeiten ausgesetzt werden. Alternativen existieren.

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Die Herausforderung digitaler Souveränität für Kommunen

Kommunen verwalten besonders sensible Daten: Einwohnermeldeamt, Grundbuch, Sozialhilfe, Stadtplanung, kommunale Steuern. Diese Informationen betreffen die Bürger direkt und müssen mit größter Sorgfalt geschützt werden.

Über den Schutz personenbezogener Daten hinaus geht es auch um nationale Souveränität. Wenn eine Gemeinde amerikanische Dienste für die Verwaltung ihrer E-Mails oder die Speicherung ihrer Dokumente nutzt, akzeptiert sie implizit, dass diese Daten einer fremden Macht zugänglich sein können.

Der regulatorische Rahmen

Kommunen unterliegen der DSGVO wie jeder Verantwortliche, mit erhöhten Pflichten angesichts des Umfangs und der Sensibilität der von ihnen verarbeiteten Daten. Die Datenschutzbehörden haben die Kontrollen und Sanktionen gegenüber nachlässigen Kommunen verstärkt.

Auf nationaler Ebene ermutigt die staatliche „Cloud im Mittelpunkt"-Doktrin zur Nutzung souveräner Lösungen für öffentliche Informationssysteme. Auch wenn diese Doktrin primär die zentrale Verwaltung betrifft, setzt sie einen Trend, der sich schrittweise auf Kommunen auswirkt.

Die „Cloud im Mittelpunkt"-Direktive

Das Rundschreiben des Premierministers vom 5. Juli 2021 verankert das Prinzip, dass sensible Regierungsdaten auf SecNumCloud-zertifizierten oder gleichwertigen Lösungen gehostet werden müssen. Kommunen, obwohl nicht direkt betroffen, werden ermutigt, diesen Ansatz zu verfolgen.

Rechtliche Risiken amerikanischer Lösungen

Der US Cloud Act erlaubt amerikanischen Behörden den Zugriff auf Daten, die von US-Unternehmen gehalten werden, unabhängig vom Speicherort. Diese Extraterritorialität stellt ein erhebliches Problem für die Daten europäischer Bürger dar.

Der EuGH hat das Privacy Shield 2020 (Schrems-II-Urteil) für ungültig erklärt und festgestellt, dass die USA kein angemessenes Schutzniveau für europäische Daten bieten. Das 2023 verabschiedete Data Privacy Framework wird ebenfalls angefochten und könnte dasselbe Schicksal erleiden.

Für eine Kommune bedeutet die Nutzung von Microsoft 365 oder Google Workspace damit ein erhebliches rechtliches Risiko. Im Falle einer Prüfung oder eines Streits mit einem Bürger wäre es schwierig, die DSGVO-Konformität für Datenübertragungen in die USA nachzuweisen.

Warum Infomaniak den Bedürfnissen von Kommunen gerecht wird

Infomaniak, ein unabhängiger Schweizer Hoster, bietet eine glaubwürdige Alternative zu amerikanischen Tech-Giganten. Mehrere Merkmale machen diese Lösung zu einer relevanten Wahl für Kommunen.

Schweizer Hosting: Rechtliche Neutralität

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, profitiert aber von einem Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission: Datenübertragungen in die Schweiz sind ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen zulässig. Gleichzeitig unterliegt die Schweiz nicht dem Cloud Act oder anderer extraterritorialer amerikanischer Gesetzgebung.

Für eine Kommune ist das das Beste aus beiden Welten: Hosting außerhalb der US-Gerichtsbarkeit, kompatibel mit europäischen DSGVO-Anforderungen.

Umfassende und moderne Tools

kSuite, Infomaniaks Collaboration Suite, bietet alle Funktionen, die eine moderne Verwaltung erwartet:

  • Professionelle E-Mail – E-Mails, gemeinsame Kalender, Kontakte
  • Cloud-Speicher – kDrive für Dokumente mit Versionierung und sicherer Freigabe
  • Videokonferenz – kMeet für Remote-Ratssitzungen
  • Instant Messaging – kChat für interne Kommunikation
  • Office-Suite – Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Online-Präsentationen

Die Oberfläche ist intuitiv und modern, vergleichbar in der Benutzerfreundlichkeit mit dem, was Google oder Microsoft bieten. Gemeindepersonal, das an Outlook oder Gmail gewöhnt ist, gewöhnt sich schnell um.

Ein konkretes ökologisches Engagement

Für Behörden, die sich der ökologischen Transformation verschrieben haben, ist die Wahl des Hosters nicht trivial. Infomaniak betreibt seine Rechenzentren mit 100 % erneuerbarer Energie (Schweizer Wasserkraft) und kompensiert 200 % seiner CO2-Emissionen.

Dies ist ein Konsistenzargument für Gemeinden, die einen Klimanotstand ausgerufen haben oder einen Territorial-Klimaaktionsplan umsetzen.

Anwendungsfälle in einer Kommunalverwaltung

Wie fügt sich kSuite konkret in den Betrieb einer Gemeinde oder Verbandsgemeinde ein?

E-Mail für Mandatsträger und Mitarbeiter

Jeder Mandatsträger und Mitarbeiter erhält sein eigenes professionelles Postfach (vorname.nachname@beispielstadt.de). E-Mails sind über Webmail von jedem Browser aus zugänglich oder über einen Desktop-Client (Outlook, Thunderbird) für diejenigen, die das bevorzugen.

Gemeinsame Kalender erleichtern die Terminplanung mit Bürgern und die Koordination zwischen den Abteilungen. Der Hauptverwaltungsbeamte sieht den Kalender des Bürgermeisters, die Stadtplanungsabteilung teilt ihre Sprechzeiten.

Speicherung von Verwaltungsdokumenten

kDrive zentralisiert die Dokumente der Behörde mit differenzierter Zugriffskontrolle. Die Personalabteilung greift auf Personalakten zu, die Finanzabteilung auf Budgets, Mandatsträger auf Beratungsunterlagen. Jeder sieht, was er sehen muss, nicht mehr.

Die Versionierung bewahrt den Änderungsverlauf für 90 Tage. Ein Fehler bei einem wichtigen Dokument? Stellen Sie die vorherige Version mit wenigen Klicks wieder her.

Remote-Ratssitzungen

Seit der Gesundheitskrise haben Kommunen die Praxis eingeführt, einige Sitzungen remote abzuhalten. kMeet ermöglicht hybride Gemeinderatssitzungen, bei denen einige Mandatsträger physisch anwesend sind und andere per Video zugeschaltet sind.

Die Aufzeichnungsfunktion ermöglicht es, ein Protokoll der Diskussionen zu führen, das für die Erstellung von Sitzungsprotokollen nützlich ist.

Interne Kommunikation

kChat ersetzt informelle E-Mail-Austausche durch strukturiertes Instant Messaging. Thematische Kanäle (Personal, Technik, Kommunikation) geben jeder Abteilung ihren eigenen Diskussionsraum. Gespräche werden archiviert und sind durchsuchbar, im Gegensatz zu persönlichen WhatsApp-Chats, die jeder Kontrolle entgehen.

Migrationsherausforderungen für eine Kommunalverwaltung

Die Migration einer Kommunalverwaltung zu Infomaniak ist ein Projekt, das Vorbereitung erfordert. Hier sind die wichtigsten Überlegungen.

Change Management

Nicht alle Gemeindeangestellten sind technikaffin. Ein Toolwechsel kann auf Widerstand stoßen, wenn die Unterstützung unzureichend ist. Planen Sie Schulungssitzungen, Tutorials und Vor-Ort-Support während der Übergangszeit ein.

Die Ergonomie von kSuite, ähnlich den Tools, die das Personal gewohnt ist, erleichtert die Einarbeitung. Unterschätzen Sie aber nicht die Zeit, die benötigt wird, um neue Gewohnheiten zu festigen.

Integration mit Fachanwendungen

Eine Kommunalverwaltung nutzt viele spezialisierte Anwendungen: Finanzverwaltung, Einwohnermeldeamt, Stadtplanung, Personalwesen. Diese Anwendungen sind im Allgemeinen unabhängig von E-Mail und Speicher, aber einige sind in Exchange oder Google integriert.

Prüfen Sie die Kompatibilität, bevor Sie die Migration starten. In der überwältigenden Mehrheit der Fälle funktioniert Fachanwendungssoftware mit jedem IMAP-E-Mail-System. Eine tiefe Integration mit Microsoft ist im kommunalen öffentlichen Sektor selten.

Migration historischer Daten

Mitarbeiter schätzen ihren E-Mail-Verlauf, der manchmal mehrere Jahre umfasst. Infomaniaks Migrationstool überträgt alle Nachrichten aus Exchange oder Gmail. Planen Sie genügend Zeit für diesen Vorgang ein, der bei großen Postfächern mehrere Tage dauern kann.

Öffentliche Vergabe

Ab einem bestimmten Schwellenwert erfordert die Wahl eines IT-Anbieters ein öffentliches Vergabeverfahren. Infomaniak kann auf Ihre Ausschreibungen antworten. Einige seiner Produkte sind auf UGAP gelistet, was die Verfahren vereinfacht.

InfoSwitch-Unterstützung

InfoSwitch unterstützt Kommunalverwaltungen bei ihrer Migration zu Infomaniak: Audit bestehender Systeme, Planung, technische Migration, Mitarbeiterschulung. Wir verstehen die Besonderheiten des öffentlichen Sektors und passen unsere Begleitung entsprechend an.

Erfahrungsbericht: Eine Gemeinde mit 8.000 Einwohnern

„Wir haben Microsoft 365 seit 2018 genutzt. Als unser Datenschutzbeauftragter uns auf die mit dem Cloud Act verbundenen Risiken hinwies, suchten wir nach einer Alternative. Infomaniak erfüllte alle Kriterien: Europäisches Hosting, gleichwertige Funktionen, kontrollierte Kosten. Die Migration dauerte drei Monate, einschließlich der Schulung von 45 Mitarbeitern. Heute haben sich alle eingefunden, und wir sind zuversichtlich, was die Compliance unserer Datenverarbeitung betrifft."

— Hauptverwaltungsbeamter einer Gemeinde in Ostfrankreich

Budgetvergleich

Was kostet die Migration zu Infomaniak für eine Kommunalverwaltung?

Größe Nutzer kSuite Standard Microsoft 365 E1
Kleine Gemeinde 10 Mitarbeiter ~700 EUR/Jahr ~960 EUR/Jahr
Mittelgroße Gemeinde 50 Mitarbeiter ~3.500 EUR/Jahr ~4.800 EUR/Jahr
Verbandsgemeinde 150 Mitarbeiter ~10.500 EUR/Jahr ~14.400 EUR/Jahr

Bei gleichwertigen Funktionen ist kSuite in der Regel günstiger als Microsoft 365. Die Einsparungen können die Migrationsbegleitung und die Mitarbeiterschulung finanzieren.

Fazit

Kommunalverwaltungen tragen eine besondere Verantwortung für den Schutz der Daten ihrer Bürger. Die Wahl der digitalen Tools ist nicht trivial: Sie berührt Datensouveränität und regulatorische Compliance.

Infomaniak bietet eine glaubwürdige und ausgereifte Alternative zu amerikanischen Tech-Giganten. Mit Schweizer Hosting, umfassenden Funktionen und einem konkreten ökologischen Engagement ist es eine konsistente Wahl für Behörden, denen ihre Werte wichtig sind.

Die Migration erfordert Vorbereitung und Begleitung, ist aber für jede motivierte Kommunalverwaltung erreichbar. Es lohnt sich: Gewinnen Sie die Kontrolle über Ihre Daten zurück, setzen Sie ein Beispiel für Bürger und unterstützen Sie eine unabhängige europäische Digitalwirtschaft.

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